norbert kieningMeine Damen und Herrn, liebe Kunstfreunde, verehrtes Kunstpublikum, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Über all‘ unserem Tun hängt im Moment seit etwa acht Wochen, wie ein Damoklesschwert, der Begriff „Corona-Pandemie“ und mit der Absage der ersten Großveranstaltung, der ITB Tourismusbörse in Berlin, begann der sogenannte „Shut down“, der seither unser gesellschaftliches Leben prägt, um nicht zu sagen lähmt. Alle Veranstaltungen durch die sich Menschen näher kommen, austauschen und treffen, unterliegen enormen Beschränkungen oder sind verboten, um das Risiko durch das hochansteckende und gefährliche Coronavirus einzudämmen.

Wir alle stehen vor der Herausforderung, unser gesellschaftliches Miteinander, unseren künstlerischen Austausch weiterhin zu pflegen, die geplanten Projekte so gut als möglich durchzuführen, allein schon um nicht alle Hoffnung fahren zu lassen. Dabei stellen wir nun fest, wie sehr unsere Kunst durch unsere menschlichen Begegnungen, unsere regelmäßigen Ausstellungseröffnungen und den zwischenmenschlichen Austausch lebt und manifestiert wird. Wie wichtig es ist, Gleichgesinnte von Angesicht zu Angesichts zu sehen und vor den Werken zu stehen, die Kunst zu diskutieren. Ich höre von vielen Kollegen, die diese Zeiten in einer gewissen Paralyse und in großer Ratlosigkeit die Einsamkeit im Atelier erfahren.

Auch das Kulturhaus Abraxas mit unserer Kunsthalle ist hier keine Ausnahme. Wenngleich mittlerweile Hoffnung aufkeimt, so ist bis heute noch nicht abzusehen, wann diese Einrichtungen wieder geöffnet werden können. Darüber hinaus wird uns eine baldige Öffnung nicht wieder in den vorherigen Zustand versetzen, sondern großen Beschränkungen unterliegen.

Insbesondere die Vorstellung von neuen Mitgliedern in unserem Verband ist ja eigentlich ein sehr positives, sehr hoffnungsvolles und erfreuliches, in die Zukunft gerichtetes Ereignis. Darum wollten wir in jedem Fall ein Zeichen setzen und an der geplanten Vorstellung der Neuen festhalten.

Ich möchte insbesondere Anita Braxmeier, die mit großem Einsatz und großer Ausdauer dieses Projekt vorangetrieben hat, danken. Wir haben in engem Austausch überlegt, wie wir dieses Projekt im Rahmen der Beschränkungen am Besten gestalten. Eine große Unterstützung ist uns Wolfgang Mennel, der mit Rat und Tat unser Vorhaben begleitet und realisiert und in unsere Website einpflegt. Für die Gestaltung der Einladungskarte bedanken wir uns bei Gaby Fischer.

Ich freue mich ganz besonders auf die nun Online zu erlebenden Vernissagebeiträge und die Werke der Neuen Mitglieder. Und ich danke allen Aktiven, sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und der Stadt Augsburg für die Unterstützung und wünsche allen Besuchern unserer Website viel Spaß bei der Durchsicht. Sicher ermuntert Sie die reichhaltige Internetpräsenz des Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Nord und Augsburg e.V., noch mehr darin zu schmökern, zum Beispiel in unserem Blog!

Ich freue mich sehr darauf, Sie alle sobald als möglich gesund und hoffnungsvoll umarmen zu können, denn:

„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Norbert Kiening, Vorstand